Das Gehör  

Lärm macht krank

Ohren wachsen nicht nach

Wie sehr, das hängt von Schallpegel, Frequenzspektrum und Zeitdauer des Lärms ab.
Man hat gemessen, dass sich nachts schon ein Schallpegel von über 30 dB (entfernte Straßen- und Zuggeräusche) auf den Körper auswirkt. Tagsüber liegt die Grenze bei mehr als 40 dB (normale Geräusche im Raum). Die gesundheitliche Beeinträchtigung ist nachweisbar. Das Spektrum der körperlichen Auswirkung reicht von: Kopfschmerzen über Kreislauf-, Herz- und Verdauungsbeschwerden bis hin zur starken Streßerscheinung, Ermüdung und Angstzuständen.
Eine ständige, zu starke Lärmbelastung von über 85 dB hat bei täglicher Belastung von über 8 Stunden eine irreparable Gehörschädigung, die Lärmschwerhörigkeit zur Folge.



Vorbeugen ist wichtig

In vielen Ländern wurden gesetzliche Anordnungen
hinsichtlich des zulässigen Lärmpegels am Arbeitsplatz
erlassen: Sie besagt, wann der Arbeitgeber verpflichtet ist,
einen geeigneten Gehörschutz zur Verfügung zu stellen.

Bei einem äquivalenten Schallpegel am Arbeitsplatz von
85 dB und höher, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, ein
Gehörschutz zu tragen.

Das Leben wird lauter

Lärm gilt als einer der stärksten Umweltbelastungen unserer Zeit. Lärm macht krank: Er beeinflusst die allgemeine Gesundheit und kann im Ernstfall zu Schwerhörigkeit führen. Traurige Bilanz: Schon heute ist die Lärmschwerhörigkeit die Berufskrankheit Nummer 1.

Was unser Ohr alles aushalten muss

Das Schlimme ist, dass wir die Belastung meist gar nicht merken. Schwerhörigkeit, z.B., entwickelt sich langsam und wird oft erst dann registriert, wenn es zu spät ist. Häufig glauben wir auch, uns an Lärm gewöhnt zu haben. Dies ist allerdings nicht möglich: Der Körper leidet sogar unter dem Lärm, der von uns als angenehm empfunden wird. (z.B. Musik)


Richtwerte für den Lärm (Dezibel)

Tickende Armbanduhr 20dB
Normale Konversation 60dB
LKW in 5m Entfernung 90dB
Aufheulender PKW-Motor 110dB