Das Gehör | Hörtest  

So funktioniert das menschliche Ohr!

Die Schallwellen werden durch den Gehörgang zum Trommelfell geleitet. Hinter dem Trommelfell befindet sich das Mittelohr mit seinen 3 Gehörknöchelchen Hammer, Amboß und Steigbügel. Dort werden die Schallwellen in mechanische Energie umgewandelt, verstärkt und an das Innenohr weitergeleitet. In der mit Flüssigkeit gefüllten Schnecke des Innenohres befinden sich die sogenannten Haarsinneszellen, die in Schwingungen versetzt werden und die so entstehenden Reize an das Gehirn weiterleiten. Erst hier erfolgt das eigentliche Verstehen.

Ein Hörschaden durch Lärm entsteht im Innenohr durch Schädigung der Haarsinneszellen. Die Schwingungen bei zu hohen Lautstärken sind so energiereich, daß die Haarsinneszellen regelrecht abknicken und ihre Fähigkeit verlieren, die Schwingungen als Nervenreize weiterzuleiten. Zerstörte Haarsinneszellen regenerieren sich nicht mehr, die so entstandenen Hörschäden bleiben irreparabel. Wenn das Hörvermögen einmal verlorengegangen ist, läßt es sich nicht mehr zurückgewinnen. Vorboten oder Anzeichen eines Hörverlustes sind Pfeifen in den Ohren (Tinnitus) oder die fehlende Fähigkeit, Töne mit höheren Frequenzen, wie etwa Musik, richtig wahrzunehmen. Oder es strengt an, Gespräche in geräuschvoller Umgebung zu verstehen (Partyeffekt).

Dumpfes Hören und Ohrgeräusche nach zuviel Lärm sind meistens nach ein paar Stunden wieder verschwunden. Was jedoch bleibt, ist der irreparable Gehörschaden, der sich auf Dauer summiert. Ohrgeräusche können so stark und dauerhaft sein, daß sie zur Erwerbsunfähigkeit führen. Eine Minderung des Hörvermögens kann erblich, krankheits- oder altersbedingt sein und durch Lärm entstehen. Hörschädigungen durch zuviel Lärm können Sie jedoch mit den geeigneten Schutzmaßnahmen vorbeugen. Das Ohr ist in der Lage , auch laute Geräusche kurzzeitig zu ertragen, wenn es danach Zeit hat, sich zu erholen. So ist die innerhalb einer Woche zumutbare Schallbelastung bei 95 dB(A) nach vier Stunden erreicht. Bei 100 dB(A) ist die zulässige wöchentliche Schallbelastung für das menschliche Gehör bereits nach 1 ½ Stunden überschritten. Sie sollten also in lärmvoller Umgebung Ihr Gehör angemessen schützen. Durch den Verlust der Fähigkeit Geräusche wahrzunehmen, verliert man gleichzeitig seine Kommunikationsfähigkeit. Gesprochenes wird nicht mehr verstanden und der Schwerhörige gerät zunehmend in eine soziale Isolation.

Für jeden Einsatzbereich gibt es den passenden Gehörschutz! Unser Sortiment reicht von einfachen konventionellen Gehörschutzmitteln, wie Stöpseln und Kapselgehörschutz, bis hin zu individuellen Gehörschutz-Otoplastiken mit hoher Lebensdauer. Sie sind besonders wirkungsvoll und eignen sich für alle, die permanent einem hohen Geräuschpegel ausgesetzt sind. Die individuelle Anpassung sorgt hier für besten Tragekomfort. Individueller Lärmschutz ist auch mit linearer Dämmung erhältlich und damit speziell auf Musiker zugeschnitten.